Aktivitäten 2018

Nationalratswahlen 2019

Der SP Regionalverband Berner Oberland nominierte diese Woche in Spiez seine Kandidatinnen und Kandidaten für die Nationalratswahlen im nächsten Herbst. Es sind dies Grossrätin und Finanzvorsteherin Ursula Zybach aus Spiez, Grossrat und Gemeindepräsident Urs Graf von Interlaken sowie die Frutigerin Vanessa Bieri und Dimitri Rougy vom Bödeli.

Damit schicken die Sozialdemokraten je zwei Frauen und Männer, zwei junge und zwei erfahrene Politiker sowie zwei Vertreter aus dem westlichen und zwei aus dem östlichen Oberland ins Rennen.

Als musikalischen Wahlauftakt servierte das A-Capella-Quartett «amuseBouche» ein Berner Plättli voll gesanglicher Leckerbissen. Ueli Egger, der frisch gewählte Co-Präsident der SP Kanton Bern, betonte die Wichtigkeit der SP im ländlichen Raum und wünschte den Oberländer Kandidierenden viel Erfolg.

Erfolgreiche Mobilisierung im Berner Oberland

Die Kandidierenden für den Regierungsrat Evi Allemann, Christine Häsler, Christoph Ammann und Christophe Gagnebin nutzten am vergangenen Wochenende die Möglichkeit, sich bei den Sektionen der SP und der Grünen im westlichen Berner Oberland zu präsentieren. Sekundiert von den Kandidierenden für den Grossen Rat formulierten sie ihre Positionen zu Gesundheitswesen, Bildung und Energiepolitik.

Es war ein wahrer Marathon von Anlass zu Anlass. Die Kandidierenden für den Regierungsrat Evi Allemann, SP, Christine Häsler, Grüne, Christoph Ammann und Christophe Gagnebin, SP, liessen es sich aber nicht nehmen, sich auf der «Tour Berner Oberland West» zu präsentieren. Die Themenvielfalt die an den vier Podien in Kandersteg, Frutigen, Spiez und Zweisimmen besprochen wurde war sehr breit. Zur Vielfalt der Anlässe trugen die zahlreichen Gastreferenten bei, welche Einblicke in ihre Fachgebiete gewährten.

Evi Allemann betonte in Frutigen, dass gerade das Tropenhaus, in dem der Anlass stattfand, zeige, dass der Kanton Bern innovativ ist: «Bern ist nicht nur langsam, wie uns allgemein unterstellt wird», so Allemann. Das gilt auch für die Energiepolitik, wie Christine Häsler und Christophe Gagnebin unterstrichen. Im Berner Jura steht der grösste Schweizer Windpark und im Oberland übernehmen die Wasserkraftwerke ein sehr wichtige Rolle bei den erneuerbaren Energien und verfügen noch über zusätzliches Potenzial.

Im Kandersteger Hotel «Victoria» diskutieren die Kandidierenden unter anderem mit Casimir Platzer, Gastrosuisse, über den für das Berner Oberland so wichtige Tourismus. Ein wichtiges Thema waren dabei die Herausforderungen, die der Klimawandel der Branche aber auch der ganzen Gesellschaft stellt, wie der Grüne Grossrat Martin Boss betonte. Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann forderte zudem, dass dort wo ein Arbeitsplatzverlust durch die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt droht, dieser durch eine Bildungsoffensive und durch die Schaffung neuer Berufsbilder aufgefangen wird. Auf dem Podium forderte der SP-Grossrat Urs Graf in dieser Hinsicht klar und deutlich, dass neue Wettbewerber wie die Onlineplattform Airbnb mit neuen Regulierungen gleich lange Spiesse erhalten müsse.

In der Bibliothek Spiez konnten die Kandidierenden das Thema Bildung weiter vertiefen. Grossratspräsidentin Ursula Zybach, SP, unterstrich dabei, dass der scheidende Regierungsrat Bernhard Pulver in diesem Bereich sehr gute Arbeit geleistet habe. Christophe Gagnebin betonte im Hinblick auf die Abstimmung vom 4. März, dass die Lehrplaninitiative der falsche Weg ist. Man lass das Volk bei einem Brückenprojekt ja auch nicht über die Ausführungspläne abstimmen.

Zum Abschluss der Tour in Zweisimmen sprachen sich die Kandidierenden gegen die grassierende Privatisierung des Spitalwesens und die aktuelle Politik des Gesundheitsdirektors aus. Die an allen Standorten der «Tour Berner Oberland West» gut besuchten Anlässe zeigten, dass sich die interessierte Stimmbevölkerung durchaus von aktuellen Themen mobilisieren lässt und auch aktiv mitdiskutiert. Den beiden Parteien ist es hinsichtlich der Wahlen am 25. März gut gelungen, ihre Basis zu mobilisieren.

KEIN KAHLSCHLAG BEI DEN REGIONALRADIOS!

Die SP Berner Oberland wehrt sich gegen die Abschaffung der Billag! Bei einer Annahme der Initiative ist auch die Existenz der Regionalradios, und damit des Radio BeO gefährdet.

Die SP Berner Oberland setzt sich dafür ein, dass die «No Billag»-Initiative am 4. März abgelehnt wird. Einerseits müssen die Unabhängigkeit der Medien und ein Service public für alle Sprachregionen gewährleistet werden können und andererseits darf es nicht sein, dass die Regionalradios oder regionalen Fernsehstationen ihren Betrieb einstellen müssen, weil sie keine Gelder mehr aus dem Gebührentopf der Billag erhalten.

Sowohl bei Radio BeO als auch bei TeleBärn macht der Beitrag aus dem nationalen Gebührentopf gemäss dem Schweizer Medienmagazin EDITO etwa 40% des Budgets aus, bei Radio BeO sind es in absoluten Zahlen 1,7 Mio Franken, bei TeleBärn sind es 2,9 Mio Franken. Für Radio BeO würde eine Annahme der Initiative «No Billag» fast sicher das Aus bedeuten.

Die SP Berner Oberland findet es wichtig, dass es weiterhin regionale Informationen und Stimmen in Radio und Fernsehen gibt. Wir setzen uns für dezentrale Strukturen ein und legen am 4. März ein Nein in die Urne, statt über die fortschreitende Zentralisierung zu jammern!